Behelfsmaske

Diese Behelfsmaske liegt rundum gut an, Brillenträger bekommen keine kondensfeuchte Gläser. Die äußere Stofflage hat dank eingenähter Vlieswatte Abstand zu den Atemwegen, die Durchfeuchtung ist somit nicht punktuell und wird dadurch verzögert. Sie sitzt bequem mit Gummibändern oder Bändern, die rund um den Kopf gehen.

Es ist leichter, als es aussieht, diese Maske selbst zu schneidern, und es kommt hierbei nicht auf den Millimeter an!!

zum Ausdrucken auf DIN A4 hier der Schnitt halbe Stoffgröße als PDF

Schritt für Schritt Anleitung für Behelfsschutzmasken

Was benötigt wird:

• Feingewebter Baumwollstoff, 28x38 cm, vorgewaschen. Vorgewaschener Stoff ist wichtig, da neuer Stoff behandelt ist und die Atemdurchlässigkeit dadurch viel geringer ist, als bei gewaschenem Stoff. Und die Maske soll ja oft gewaschen und getragen werden (Empfehlung: In Kochtopf). Zum Testen welcher Stoff sich eignet, halten Sie ihn doppellagig dicht um die Nase und atmen Sie tief. Man sollte gut Luft bekommen.

 

• Gummi-Litze: ca. 22 cm und 36 cm, oder 3 cm breite Streifen aus T-Shirt-Stoff: 2x25 cm und 2x35 cm

• Vlieswatte, 1 cm dick, 6x6 cm. Alternativ zu Vlieswatte kann ein 6x40 cm langer Stoffstreifen auf 8 cm Länge gefaltet werden
Alternativ zu Vlieswatte: 6x40 cm Stoffstreifen in fingerbreite Falten legen, stepfußbreit steppen, doppelt legen und zusammensteppen.

• 9 cm Gartendraht möglichst gummiert, rohen Draht mit Nagellack o.ä. bestreichen, um vor Rost beim Waschen zu schützen
Enden mit Pinzette umbiegen.
Alternativ zu Gartendraht: Pfeifenreiniger, Verschlussdraht.

 

• Schnitt ausdrucken und an schwarzer Linie ausschneiden.

• Stoff doppelt legen und Schnitt feststecken.

 

• Ausschneiden und alle Markierungen (die bunten kurzen Striche am Rand des Schnittes) an Stoffkanten mit Filzstift o.ä.übertragen.

• Abnäher-Punkte mit Nähnadel durchstupfen, an Nasenspitze einen und am Kinn insgesamt vier.

 

• Stoff der Länge nach zusammenlegen und Abnäher (rot) für Nase und Kinn steppen.

 

• Nasenabnäher rechts auf rechts zusammenlegen und entlang gebogener Naht (grün) bei ca. 1 cm steppen.

• Vlieswatte an der Nasennaht kantig mitsteppen (gelb).

 

• An dunkelgrüner Markierung (siehe Schnitt) senkrecht zur Naht vor- und zurück nähen, Tunnel ca. 0,7 cm breit und 9 cm lang steppen.

• Draht einschieben und Tunnel verschließen, indem man wieder senkrecht am Ende vor- und zurück näht.

 

• Nahtzugabe vor und hinter dem Tunnel vorsichtig einschneiden.

 

• Schlauch wenden, Seite mit Vlieswatte liegt innen (gelb).

• Die Vlieswatte liegt dann auf der Innenseite der Maske, der Draht (grün) drückt sie auf die Nase, damit die Maske dicht anliegt.

• Bügeln ist nicht notwendig, im Gegenteil: pludrige Nähte sind von Vorteil! Auch Nähte absteppen ist kontraproduktiv, da es unnötige Löcher verursacht.

 

• Falten (blau):
Außen-Markierungen X auf O legen, Schnittkanten aufeinander ausrichten. Falten sollen auf der Außenseite nach unten liegen.

 

• Evtl. abstecken, Falten bei ca. 1 cm steppen.

• Kanten je nach Möglichkeit versäubern oder einfach sauber abschneiden.

 

• Gummi-Band bzw. Streifen an Innenseiten festnähen:
die kurzen Stücke an Kinnpartie, die längeren an die Nasenspitze.

 

Hinweis: Diese Maske kann nichts garantieren. Da die Äußerungen und Empfehlungen zum Gebrauch von Masken variieren, erkundigen Sie sich bitte hierzu immer aktuell. Ein mehrmaliger Austausch über den Tag ist angebracht, sollte eine Maske ständig getragen werden.

Viel Spaß und Erfolg und bleiben Sie gesund!

Waschtipp:
Masken in Schüssel mit kochendem Wasser geben, umrühren, heiß auswringen.
Hitze tötet Organismen ab, Tenside (Seifen, Waschmittel) lösen Schmutz.

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